Interview

Ein Interview mit Isabel Abedi

Lola Natürlich muss auch Isabel Abedi von Lo.Ve interviewt werden!

Lo.Ve: Wie heißen Sie?
Isabel: Isabel Nasrin Abedi
Lo.Ve: Und Sie sind Autorin?
Isabel: Jawohl!
Lo.Ve: Wird man als Autorin geboren?
Isabel: Dann würden die Bücher ja ungefähr so klingen: "Bwhe, wua, rabääää!" Das wäre sicher lustig, ich glaube nur nicht, dass die Leser das verstehen würden!
Lo.Ve: Ist es einfach, Kinderbücher zu schreiben?
Isabel: Ein Buch für Kinder zu schreiben ist genauso einfach und genauso schwer, wie ein Buch für Erwachsene zu schreiben. Manchmal fühlt sich das Schreiben an, als würde man einen Berg runter laufen; die Phantasie ist dann so in Fahrt, dass man kaum hinterher kommt. Manchmal fühlt es sich aber auch an, als würde man einen steilen Berg hinaufklettern; jedes Wort ist dann ein Kampf. In diesen Momenten braucht man Geduld, Kraft und Zuversicht. Irgendwann ist man oben und schreit: Ich hab's geschafft!
Lo.Ve: Wie bei Lola spielt auch in Ihrer Familie Brasilien eine große Rolle. Haben Ihre Figuren auch irgendwelche Vorbilder?
Isabel: Ein bisschen schon. Zum Beispiel gibt es auch in unserer Familie eine kleine Tante, aber die heißt nicht Lisbeth und kann mittlerweile auch schon sehr gut sprechen. Ein Vorbild für Lola gibt es nicht, aber dafür finde ich einige Eigenschaften von Flo in meiner Tochter Sofia wieder. Und meine Mutter hat in einem Buchladen gearbeitet, genau wie Lolas Oma. Sie hat zwar keine Kunden aus dem Laden geschmissen, aber sie hat auch am liebsten die Bücher verkauft, die sie selbst mochte. Und was Lolas Papai mit dem Papai in unserer Familie gemeinsam hat, das könnt ihr selbst nachlesen - im Interview mit meinem Mann Eduardo Macedo.
Lo.Ve: Wissen Sie immer genau, was als nächstes in Ihren Büchern passieren wird, wenn Sie sie schreiben?
Isabel: Bevor ich anfange zu schreiben, wächst die Geschichte in meinem Kopf. Aber beim Schreiben werden meine Figuren immer lebendig. Und das bedeutet: manchmal machen sie das, was sie wollen und nicht das, was ich will. Das ist dann immer sehr, sehr spannend.
Lo.Ve: Was tun Sie, wenn Sie nicht einschlafen können?
Isabel: Ich stelle mir vor, wer ich wohl wäre, wenn ich nicht ich wäre. Oder ich denke mir neue Geschichten aus. Das ist meist so aufregend, dass ich davon erst recht wach werde. Richtig müde bin ich dann erst morgens, wenn ich aufstehen muss, um meiner Tochter das Frühstück zu machen.
Lo.Ve: Wie viele Lola-Bücher wollen Sie noch schreiben?
Isabel: Das kommt vor allem auf Lola an! Solange sie in meinem Kopf sitzt und mir von sich erzählt, so lange werde ich über sie schreiben!
Lo.Ve: Welche Ratschläge würden Sie jemandem geben, der auch Autor werden möchte?
Isabel: Lesen, lesen, lesen ...
Und die eigenen Ideen gut aufheben - am besten in einer Schatzkiste!
Lo.Ve: Vielen Dank und auf Wiedersehen!